Die Geschichte der Pletna
"Pletna"
Der slowenische Dichter F. Preŝern schrieb über diese wunderbare Landschaft: "Diese Gegend der Krain gleicht dem Abbild des Paradieses". Inmitten des reizvollen Bleder Sees liegt auf einer Insel die Wallfahrtskirche zur Hl. Maria. Um auf diese Insel zu gelangen, bietet sich eine Bootsfahrt mit der typischen "Pletna" an. Dieses 7 m langen und 2 m breiten, flache Boot wird im Stehen gerudert. "Pletna" kommt aus der deutschen Sprache – von "platt, flach, eben" – ein Boot ohne Kiel. Seit dem 12. Jahrhundert mussten die Bauern mit der "Pletna" diese Ruderdienste leisten, ohne dafür entlohnt zu werden. In der Zeit König Maria Theresias von Habsburg-Lothringen erhielten die Familien, welche die Bootsdienste zu leisten hatten, das erbliche Recht, Pilger und andere Gäste, gegen Entlohnung, auf die Insel zu rudern. Die Anzahl der Pilger stieg, die "Pletna" wurde den neuen Erfordernissen des optimalen Personentransportes angepasst. Dieser Bootstyp hat sich bestens bewährt und so ist es auch heute noch möglich, mit diesem sicheren, bequemen Boot einen Ausflug auf dem Bleder See zu unternehmen. Ein Besuch in Bled gibt ihnen die Möglichkeit, eine einmalige Bootsfahrt mit einer Pletna zu erleben. Es wäre schön, sie in unserem Teil des Paradieses begrüßen zu dürfen.
Fahrten können das ganze Jahr gebucht werden – vorherzige Reservierung notwendig.
Pletna im Laufe der Zeit
Pletna
Pletna ist ein 7 Meter lang und etwa 2 Meter breite Holzboot, das rudert man stehend. Dieses Schiffe ist nur im Bled bekannt.
12. Jahrhundert
Landwirte aus Mlino und Umgebung haben als Ausgleich für Steuern die Gäste und Pilger zur Insel gefahren.
18. Jahrhundert
Kaiserin Maria Theresia hat die Landwirte die Rechte gegeben die Gäste zur Insel zu fahren, die sich über den Verlust von Ackerland beschwert haben. Die meisten Landwirte waren aus Mlino, das Dorf an der Südostküste des Sees. Über 19 Familien haben die Rechte bekommen, diese Rechte gingen von Generation zu Generation und gelten noch heute.
1945
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Pletnas staatlicht und die Bootsleute haben für eine nationale Gesellschaft Grajska bis 1955 gearbeitet.
1955
Im 1955 der erster Bootsmann hatte die Lizenz als unabhängiger Vertragspartner bekommen und bald folgten ihm auch die andere.
1955
Von 1955 bis heute gibt es 23 Pletnas und Bootsmänner. Alle arbeiten innerhalb eines Vereine Pletna Bled, die moderne Form der Zünfte. Die Mitglieder des Vereins sind nach den Vorschriften auch Eigtümer des Bootes.
